noch sind die Tage in Dämmerung eingehüllt und verbergen, was sie bringen werden. Im Halbdunkel ein Moment für ein kurzes Gebet: Gott, ein neuer Tag liegt vor mir. Ich nehme ihn aus deiner Hand. Mit all den Schönheiten, die du hineinlegst, in sein Licht und seine Dunkelheit.
Und in der Nacht, vor dem Sich-Fallen-Lassen in den Schlaf, in die Welt der Träume oder eine traumlose Nacht, ein kurzes: Danke für diesen Tag mit allem, was war.
Das neue Jahr hat begonnen, es bringt Neues und auch Abschiede. Im Gottesdienst am 12. Januar Abschied von Angelika Dobe in ihrer Tätigkeit im Kindergarten "Orgelpfeifen". Das ist nun schon viele Jahre her, dass meine Tochter dort war – aber die Stimme und der freundliche Blick von Angelika Dobe und das Wissen um das, was sie den Kindern erlebbar und erfahrbar machte, sind mir immer noch sehr gegenwärtig. Danke, Angelika!
Das neue Jahr hat begonnen. Gottesdienste an verschiedenen Orten und in verschiedenen Formaten sind in Vorbereitung (s. Aushang / Gemeindebrief / Website).
Am Freitag, 24. Januar, 19:30 Uhr gibt es den zweiten fireAbend – diesmal in der Kapelle Fichtenau.
Am Sonntag, 26. Januar, – einen Tag vor dem Holocaust-Gedenktag am 27.Januar, an dem sich zum 80. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz durch sowjetische Soldaten jährt – werden wir im Gottesdienst der Opfer des Holocaust gedenken (10:15 Uhr, Kapelle Fichtenau). Es fällt schwer, hier die Sprachlosigkeit zu überwinden.
Hier ein Überblick "Andachten und Aktionen zum Holocaust-Gedenktag":
https://www.berlin-evangelisch.de/b/holocaustgedenktag
Auf den Straßen und in den Medien hat der Wahlkampf erkennbar begonnen. 80 Jahre danach. Im Oktober 1945 wurde das Stuttgarter Schuldbekenntnis veröffentlicht.
Dazu weiterführende Informationen und der Text auf den Websites der EKD und der Bundeszentrale für politische Bildung:
https://www.ekd.de/80112.htm
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/317215/vor-75-jahren-stuttgarter-schuldbekenntnis-der-evangelischen-kirche/
Es wird in diesem Jahr noch weitere Tage des Gedenkens geben:
- Vor 1700 Jahren fand in Nicäa (heute Iznik in der Türkei) das erste Ökumenische Konzil statt (nicänisches Glaubensbekenntnis).
- Vor 500 Jahren wurde in Wittenberg der erste Gottesdienst in deutscher Sprache gehalten.
- Vor 5 Jahren breitete sich Covid-19 aus - in der Folge des Lock-Downs konnte für lange Monate nicht mehr gemeinsam Gottesdienst gefeiert und gesungen werden.
Wie schön, dass wir wieder singen und zusammen Gottesdienste feiern können – in den uns vertrauten, vielen von uns so wertvollen Formen und auch in neuen Formen (s.o.), die wir entwickeln und ausprobieren und zu denen wir die Gemeinde und auch Außenstehende ganz herzlich einladen. Wir freuen uns, am 24. Januar mit Ihnen / mit Euch dabei / dazu / danach ins Gespräch zu kommen.
Mit herzlichen Grüßen
Thomas Trantow