Musiksommer am Müggelsee Abschlusskonzert – César Franck Messe A-Dur op. 12



Samstag, 27. September 2025, 18.00 Uhr
Taborkirche Wilhelmshagen

Abschlusskonzert
César Franck – Messe A-Dur op. 12

Solisten, Kantorei Berlin-Rahnsdorf,
Aleksandr Volkov – Orgel, Ricarda Kreutz – Harfe,
Clara Schmidek – Violoncello, Johannes Ragg – Kontrabass,
Olaf Taube – Pauken, Leitung: Johannes Raudszus

Eintrittskarten zu 25,- €, 20,- € und 15,- € im Vorverkauf:
Buchhandlung „Blattgold am Müggelsee“
Püttbergeweg 3, 12589 Berlin, Telefon: 030 440 441 96
Tickets im Online-Vorverkauf:
https://eveeno.com/265470573
Restkarten an der Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn


César Francks Messe in A-Dur op. 12 gehört zu jenen Werken, die eindrucksvoll belegen, wie stark der Komponist zwischen Tradition und Erneuerung stand. Entstanden im Jahr 1860, noch vor seinen berühmtesten sinfonischen und kammermusikalischen Schöpfungen, verbindet die Messe die französische Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts mit einer persönlichen Klangsprache, die sich durch Wärme, lyrische Intensität und eine zugleich schlichte wie feierliche Haltung auszeichnet.
Franck, seit 1858 Organist an der Pariser Kirche Sainte-Clotilde, schöpfte in diesem Werk hörbar aus seiner praktischen Erfahrung im liturgischen Dienst. Die A-Dur-Messe ist für drei Solisten (Sopran, Tenor und Bass), Chor und Orgel konzipiert, ergänzt durch ein Instrumentalensemble mit Harfe, Violoncello und Kontrabass. Für späteren Aufführungen wurde die Messe dann instrumentiert, so entstand die zweite Fassung für Soli, Chor und Orchester.
Der sechssätzige Aufbau orientiert sich am klassischen Ordinarium: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei werden durch das 1872 hinzugefügte Panis angelicus ergänzt, das zu Francks bekanntesten und beliebtesten Kompositionen avancierte. Charakteristisch für das Werk ist der Wechsel zwischen inniger Kantabilität und machtvoller Chorsatzkunst. So kontrastiert im Gloria das festlich aufleuchtende „Laudamus te“ mit dem sanft flehenden „Qui tollis“, während das Credo durch kontrapunktische Verdichtungen und expressive Steigerungen hervorsticht.
Besonders eindrucksvoll ist Francks Fähigkeit, liturgischen Text in unmittelbare Klangsprache zu übersetzen: Das Sanctus erhebt sich in einem strahlenden Crescendo, während das Agnus Dei mit inniger Schlichtheit die Bitte um Frieden formuliert. Das eingeschobene Panis angelicus wiederum – ursprünglich für Tenor, Orgel, Harfe und Violoncello – bildet eine lyrische Insel von betörender Einfachheit und gilt bis heute als eigenständiges Konzertstück.
Die Messe in A-Dur dokumentiert einen wichtigen Schritt in Francks Entwicklung: Noch bevor er mit den großen zyklischen Formen der 1880er-Jahre seine eigentliche Reife erreichte, zeigt sich hier schon der für ihn typische Tonfall – eine Mischung aus harmonischer Kühnheit, melodischer Innigkeit und spiritueller Tiefe. Damit ist das Werk sowohl ein authentisches Zeugnis des französischen Kirchenstils im Zweiten Kaiserreich als auch ein Vorbote jener musikalischen Sprache, die Franck als „Vater der französischen Symphonik“ unsterblich machen sollte.
 

Datum

27. Sep. 2025
Vorbei!

Uhrzeit

18:00 - 19:00
Taborkirche Wilhelmshagen

Veranstaltungsort

Taborkirche Wilhelmshagen
Schönblicker Straße, 12589 Berlin

Veranstalter

Ev. Kirchengemeinde Berlin-Rahnsdorf